Ambulante psychiatrische Pflege (APP)
Ambulante psychiatrische Pflege ist eine SGB V Leistung, die durch einen Facharzt verordnet werden kann. Analog der somatischen Pflege dient sie der Sicherstellung der ärztlichen Behandlung und soll eine Krankenhauseinweisung, bzw. eine Krankenhausverkürzung erreichen.
Die Pflegestation Meyer & Kratzsch hat Ergänzungsverträge mit den Krankenkassen abgeschlossen, um in Berlin ambulante psychiatrische Krankenpflege erbringen zu können. Die ambulante psychiatrische Pflege ist ein gemeindeorientiertes Versorgungsangebot und soll dazu beitragen, dass psychisch kranke Menschen ein würdiges, eigenständiges Leben in ihrem gewohnten Lebenszusammenhang führen können. Durch die Pflege vor Ort soll das Umfeld beteiligt und die soziale Integration gewährleistet werden. Dazu gehört auch die Arbeit mit den Angehörigen, die in die Behandlung einbezogen und entlastet werden sollen.
Die ambulante psychiatrische Pflege kann wiederkehrende Klinikaufenthalte, die von den Betroffenen und dem sozialen Umfeld häufig als stigmatisierend empfunden werden, vermeiden. Ambulante psychiatrische Pflege ist aufsuchend tätig und damit Verbindungsglied zwischen Beratungsstellen, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Ärzten, Therapeuten, Tageskliniken, betreutem Wohnen und anderen psychosozialen Diensten und Angeboten in der Gemeinde. Zu ihren Aufgaben zählen u. a.:
Weil sich die ambulante psychiatrische Pflege im direkten Lebensumfeld der Klienten vollzieht, sind die Pflegekräfte mit deren Lebensführung konfrontiert. Und da eine annehmende Beziehung zu den Klienten die Grundlage der ambulanten Pflege ist, müssen die Pflegekräfte in der Lage sein, unterschiedliche und oft auch ungewöhnliche Lebensentwürfe zu akzeptieren. Das differenzierte Überdenken der eigenen Wertvorstellungen ist Grundlage dafür, ein integrierendes, nicht diskriminierendes und nicht bevormundendes Handeln zu entwickeln, das auf die komplexen Bedürfnisse der Klienten eingeht. Die Pflegekräfte betreten in der Häuslichkeit der Klienten allein einen intimen, privaten Bereich und müssen daher sehr reflektiert und respektvoll mit Nähe und Distanz umgehen können.
Ambulante psychiatrische Pflege basiert auf der Orientierung an den individuellen und sozialen Ressourcen des Klienten und den Angeboten in der Gemeinde. Damit sie diese Ressourcen erkennen und nutzen können, müssen die Pflegekräfte eine enge Kooperation mit den Klienten und den Angehörigen herstellen können. Und um eine ganzheitliche, integrative Versorgung anbieten zu können, ist es erforderlich, das die Pflegekräfte ein umfassendes Wissen über rechtliche Regelungen sowie die unterschiedlichen Angebote, Institutionen und Unterstützungsmöglichkeiten für die Klienten und ihre Familien in der Region haben.
Die ambulante psychiatrische Pflege richtet sich an Menschen, die eine psychiatrische Behandlung und Pflege akzeptieren. Die Freiwilligkeit ist ein besonders wichtiger Aspekt, weil die Pflegekräfte darauf angewiesen sind, dass ihnen bei ihren Besuchen die Tür geöffnet wird und die Betroffenen sich an den Interventionen beteiligen. Diese Gastrolle der Pflegekräfte führt gegenüber der stationären Behandlung, in der das Personal das Hausrecht hat, zu einer Veränderung der Beziehungen. Die Klienten und Pflegekräfte handeln gemeinsam aus, welche Angebote geeignet sind und wie sie durchgeführt werden sollen. Die ambulante Pflege leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Selbstbestimmung der Klienten in der psychiatrischen Versorgung.
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Die Pflegestation Meyer & Kratzsch hat Ergänzungsverträge mit den Krankenkassen abgeschlossen, um in Berlin ambulante psychiatrische Krankenpflege erbringen zu können. Die ambulante psychiatrische Pflege ist ein gemeindeorientiertes Versorgungsangebot und soll dazu beitragen, dass psychisch kranke Menschen ein würdiges, eigenständiges Leben in ihrem gewohnten Lebenszusammenhang führen können. Durch die Pflege vor Ort soll das Umfeld beteiligt und die soziale Integration gewährleistet werden. Dazu gehört auch die Arbeit mit den Angehörigen, die in die Behandlung einbezogen und entlastet werden sollen.
Die ambulante psychiatrische Pflege kann wiederkehrende Klinikaufenthalte, die von den Betroffenen und dem sozialen Umfeld häufig als stigmatisierend empfunden werden, vermeiden. Ambulante psychiatrische Pflege ist aufsuchend tätig und damit Verbindungsglied zwischen Beratungsstellen, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Ärzten, Therapeuten, Tageskliniken, betreutem Wohnen und anderen psychosozialen Diensten und Angeboten in der Gemeinde. Zu ihren Aufgaben zählen u. a.:
- professionelle, tragfähige Beziehung aufbauen;
- feststellen, beobachten und dokumentieren des Hilfebedarfs und dessen Entwicklung (Pflegeprozess);
- bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen helfen (z.B. beim Einkaufen, Kochen, Körperpflege);
- stützende Tagesstruktur schaffen;
- wahrnehmen und beobachten von Krankheitszustand und -entwicklung; - ärztliche Behandlung unterstützen;
- durch Gespräche die eigene Verantwortlichkeit der Klienten stützen und fördern;
- einen bewussten, aktiven Umgang mit der Krankheit / Beeinträchtigung durch Information und Beratung fördern; - Krisensituationen erkennen (z.B. Suizidalität, familiäre Probleme);
- frühzeitige Krisenintervention (z.B. engmaschige Betreuungs- und Gesprächsangebote, Entspannungsübungen);
- die Angehörigen und das soziale Umfeld aktiv einbeziehen, beraten und unterstützen;
- Koordination und Vermittlung von Hilfen;
- eigenverantwortlichen Umgang mit Medikamenten und die Compliance fördern;
- Wirkung und Nebenwirkungen der Medikamente erkennen;
- Praktische Unterstützung der Klienten zur Erreichung ihrer Ziele.
Weil sich die ambulante psychiatrische Pflege im direkten Lebensumfeld der Klienten vollzieht, sind die Pflegekräfte mit deren Lebensführung konfrontiert. Und da eine annehmende Beziehung zu den Klienten die Grundlage der ambulanten Pflege ist, müssen die Pflegekräfte in der Lage sein, unterschiedliche und oft auch ungewöhnliche Lebensentwürfe zu akzeptieren. Das differenzierte Überdenken der eigenen Wertvorstellungen ist Grundlage dafür, ein integrierendes, nicht diskriminierendes und nicht bevormundendes Handeln zu entwickeln, das auf die komplexen Bedürfnisse der Klienten eingeht. Die Pflegekräfte betreten in der Häuslichkeit der Klienten allein einen intimen, privaten Bereich und müssen daher sehr reflektiert und respektvoll mit Nähe und Distanz umgehen können.
Ambulante psychiatrische Pflege basiert auf der Orientierung an den individuellen und sozialen Ressourcen des Klienten und den Angeboten in der Gemeinde. Damit sie diese Ressourcen erkennen und nutzen können, müssen die Pflegekräfte eine enge Kooperation mit den Klienten und den Angehörigen herstellen können. Und um eine ganzheitliche, integrative Versorgung anbieten zu können, ist es erforderlich, das die Pflegekräfte ein umfassendes Wissen über rechtliche Regelungen sowie die unterschiedlichen Angebote, Institutionen und Unterstützungsmöglichkeiten für die Klienten und ihre Familien in der Region haben.
Die ambulante psychiatrische Pflege richtet sich an Menschen, die eine psychiatrische Behandlung und Pflege akzeptieren. Die Freiwilligkeit ist ein besonders wichtiger Aspekt, weil die Pflegekräfte darauf angewiesen sind, dass ihnen bei ihren Besuchen die Tür geöffnet wird und die Betroffenen sich an den Interventionen beteiligen. Diese Gastrolle der Pflegekräfte führt gegenüber der stationären Behandlung, in der das Personal das Hausrecht hat, zu einer Veränderung der Beziehungen. Die Klienten und Pflegekräfte handeln gemeinsam aus, welche Angebote geeignet sind und wie sie durchgeführt werden sollen. Die ambulante Pflege leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Selbstbestimmung der Klienten in der psychiatrischen Versorgung.
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